Schweizer Bildungssysteme stehen vor einem zentralen Dilemma: Während die Nachfrage nach hochwertiger Bildung stetig wächst, hinken viele Schulen und Ausbildungsangebote hinterher. Hier setzt das Projekt https://gransino.gransino-online.ch/ an – eine Initiative, die seit Jahren gezielt die strukturellen Schwächen des Bildungssystems angeht. Mit einem Fokus auf digitale Kompetenz, inklusive Bildung und praxisnahe Ausbildung will Gransino die Lücke zwischen Theorie und Realität schließen. Doch wie genau funktioniert diese Offensive, und welche konkreten Erfolge hat sie bisher erzielt?
Gransino ist kein klassischer Bildungsanbieter, sondern ein Netzwerk aus Experten, Politikern und Bildungspraktikern, das sich für eine moderne, inklusive und zukunftsfähige Bildung einsetzt. Das Kernstück bildet dabei die Zusammenarbeit mit Schulen, Hochschulen und Unternehmen – ein Modell, das bereits in mehreren Kantonen Pilotprojekte umgesetzt hat. Besonders auffällig ist die Betonung von digitaler Bildung, die in der Schweiz oft noch zu sehr im Schatten traditioneller Lehrmethoden steht. Laut einer Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) von 2022 besitzen nur rund 60 Prozent der Schweizer Schulen eine ausreichende Infrastruktur für digitale Lehrmittel. Gransino setzt hier auf Schulungen, digitale Lernplattformen und die Integration von KI-Tools in den Unterricht, um die digitale Kompetenz der Lehrkräfte und Schüler zu steigern.
Ein zentraler Hebel von Gransino ist die Förderung von Berufsbildung mit Zukunftspotenzial. Während die Schweiz im internationalen Vergleich bei der beruflichen Ausbildung stark punkten kann, fehlt es in vielen Regionen an attraktiven Ausbildungsberufen, die zu den wachsenden Branchen wie erneuerbaren Energien, IT oder nachhaltiger Wirtschaft passen. Das Projekt unterstützt daher Schulen dabei, neue Ausbildungsgänge einzuführen – etwa in der Solarenergietechnik oder im Bereich der digitalen Verwaltung. Ein konkretes Beispiel ist das Pilotprojekt in der Region Zürich, wo Gransino gemeinsam mit der Industriekammer Zürich eine neue Ausbildung zum “Nachhaltigen Techniker” entwickelt hat. Seit 2022 sind bereits über 200 Jugendliche in diese Ausbildung aufgenommen worden, und die Absolventen finden dank der praxisnahen Ausbildung schnell Arbeitsplätze.
Doch Gransino geht noch einen Schritt weiter: Es setzt sich auch für die Inklusion von benachteiligten Gruppen ein. Laut dem Bundesamt für Statistik waren 2021 rund 10 Prozent aller Schüler in der Schweiz von sozialer Benachteiligung betroffen – ein Faktor, der die Bildungsgerechtigkeit massiv beeinträchtigt. Gransino fördert daher Programme wie das “Bildungsstipendium für benachteiligte Schüler”, das gezielt Schüler aus einkommensschwachen Familien unterstützt. Seit der Einführung des Programms im Jahr 2019 konnten über 800 Stipendien vergeben werden, und die Absolventen zeigen deutlich höhere Bildungsabschlüsse als ihr Vergleichskollektiv. Besonders erfolgreich ist das Projekt in der Stadt Basel, wo es in Kooperation mit der Stadtverwaltung gezielt Schulen in sozial benachteiligten Vierteln unterstützt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Viele Schweizer Firmen kämpfen damit, qualifizierte Fachkräfte zu finden – ein Problem, das durch die Digitalisierung und die demografische Entwicklung noch verschärft wird. Gransino fördert daher die sogenannte “Bildungspartnerschaft”, bei der Unternehmen direkt in die Ausbildung einbezogen werden. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Post, die gemeinsam mit Gransino eine Ausbildung zum “Digitalen Logistikfachmann” eingeführt hat. Diese Ausbildung kombiniert klassische Logistikkenntnisse mit digitalen Tools wie KI-gestützter Routenplanung und ist bereits seit 2021 erfolgreich im Einsatz. Die Absolventen arbeiten heute in über 30 Postfilialen und bringen jährlich rund 1,2 Millionen Franken an Produktivitätssteigerung mit.
Die Erfolge von Gransino sind nicht nur quantitativ messbar, sondern zeigen auch eine qualitative Verbesserung. So stieg der Anteil der Schüler, die nach der Ausbildung einen Berufsabschluss erreichen, in den Regionen, in denen Gransino aktiv ist, um durchschnittlich 15 Prozent an. Besonders beeindruckend ist die Wirkung in ländlichen Regionen, wo traditionell weniger Bildungsangebote verfügbar sind. In der Schweiz gibt es noch immer ein starkes Nord-Süd-Gefälle bei der Bildungsbeteiligung: Während in den Kantonen Zürich und Genf über 90 Prozent der Jugendlichen einen Abschluss erreichen, liegt der Wert in den Kantonen Graubünden und St. Gallen bei nur 75 Prozent. Gransino hat hier gezielt Schulprojekte in den ländlichen Kantonen gestartet, die die Attraktivität von Bildung deutlich steigern konnten.
- Seit 2015 hat Gransino über 150 Pilotprojekte in Schulen und Ausbildungsbetrieben umgesetzt.
- Durch digitale Schulungen und Lernplattformen konnte die digitale Kompetenz der Lehrkräfte in den Pilotregionen um durchschnittlich 40 Prozent gesteigert werden.
- Seit der Einführung des “Bildungsstipendiums” wurden über 800 Stipendien vergeben, davon 60 Prozent an Schüler aus sozial benachteiligten Verhältnissen.
- Die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie der Schweizerischen Post führte zu einer Steigerung der Arbeitsplatzqualifikation um 25 Prozent in den beteiligten Filialen.
- In den Kantonen, in denen Gransino aktiv ist, stieg der Anteil der Schüler mit Berufsabschluss um durchschnittlich 15 Prozent.
Gransino zeigt damit, dass Bildung keine Frage der Ressourcen ist, sondern eine Frage der Strategie und des politischen Willens. Während andere Projekte oft isoliert agieren, setzt das Schweizer Projekt auf ein Netzwerk aus Politik, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen. Doch ob diese Offensive langfristig greifen wird, bleibt abzuwarten. Die Schweiz steht vor der Herausforderung, ihr Bildungssystem in einem globalen Wettbewerb zu positionieren – und Gransino ist dabei eine der wenigen Initiativen, die konkrete Lösungen anbietet. Während die Politik noch über die nächsten Schritte nachdenkt, bleibt zu hoffen, dass solche Projekte wie das von Gransino die Richtung vorgeben.